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Graeffscher
Ravioletter Nr. 5
16. Dezember 2020

Liebe Ravialogen und Ravioletten,
geschützte Freundinnen und Freunde der Raviolibar,

"Erinnert Ihr Euch", fragt er beim Aufschneiden des Hackbratens, "… an dieses erste total verrückte Weihnachtsfest im Lockdown? Wer hätte gedacht, dass man sich so daran gewöhnen kann!"
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Die Mutter schaut seufzend ihren Gefährten an, verteilt den Kartoffelstock und sagt: "Ach bitte, Franz, leg doch nochmal diese wunderbare Platte auf, die du mir damals geschenkt hast …"
"Die aus der Raviolibar? Gute Idee. – Was ist eigentlich aus denen geworden? Im ersten Winter sah es ja noch ganz gut aus, mit diesem Klimbim- AllerArt-Ersatzgeschäft."
"Ja, nei", wirft der Siebzehnjährige ablenkend ein, während er mit dem Freischwinger auf dem hinteren Rohr balanciert und seinen unvermeidbaren Sturz und das unmittelbar einsetzende Toben der Eltern tictoct, "damals wollten wir alle ja noch Musiker oder Techniker werden." Er rappelt sich hoch und stellt den Stuhl auf. "Aber damit kann man heute ja nur noch im Zelt überleben. – Und die von der Platte haben alle da gespielt, in der Ravilobar?"
"Ra-vi-o-li, wie das Fasnachtsgrüppli mit dem Rosenwägali", mault die kleine Schwester. "Du, Mami, warum gab’s eigentlich mal die Fasnacht?"
Raviolibar Vintage
So, genug mit dem Ausblick in einen gemütlichen Adventsabend 2024. Noch ist es nicht soweit und vielleicht schaffen wir es ja, viele der Gewohnheiten bis 2029 wiederherzustellen. Womit wir bei einem heiklen Thema sind: Wer ist es denn, der oder die das schafft? Natürlich geht es den Selbstständigen derzeit dreckig, vor allem auch den Kunsttreibenden, Veranstaltenden und Gastronomierenden. Aber viele andere laufen inzwischen auch auf dem Zahnfleisch: die Pflegenden und Forschenden, und ebenso all jene, die das ganze Jahr lang schon versuchen müssen, uns allen so nötige wie verständliche Informationen zu vermitteln. Die Verwaltenden nicht zu vergessen, die – ob sie wollen oder nicht – für die Umsetzung immer wieder neuer Regelungen zu sorgen haben, weil wir das selbst zu tun eben nicht in der Lage sind. Schluss damit; dies ist schließlich ein Newsletter und damit eine sogenannte Unverlangtsendung der Sparte "Reklame". Aber eben … Wer sind "wir", die es schaffen wollen/sollen/werden?
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Die Jakobs
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Na, sagen wir doch einfach: Diejenigen, welche die famose erste Krisenvinylplatte der Raviolibar JETZT erwerben, BALD verschenken und 2024 dann zum x-ten Male im trauten Familienkreise hören, sind auf jeden Fall dabei, denn sie glauben daran, dass wir die NOCH existente grosse, weite und turbulente Welt des einstigen Nachtlebens nicht einfach resigniert über Bord werfen sollten. Wir alle müssen jetzt handeln, indem wir auch im körperlichen Stillstand dabeibleiben und daran mitarbeiten. Gastronomen und Kulturschaffende brauchen nicht nur Geld, sondern auch: Teilhabe! Lasst Sie nicht aus Euren Köpfen, wenn die Petitionen dann mal durchgenudelt sind und die Symbolsolidarität uns zu langweilen beginnt.

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Ausserdem: Wer an andere denkt, ist auch in der Abgeschiedenheit nicht einsam. Eine Kultur ist in der strengsten Quarantäne möglich, denn Progression findet ja im eigenen Kopfe statt. Und dazu möchten wir Sie heute ermutigen: Ermutigen Sie uns!

Wenn Sie dies leibhaftig und in bar tun möchten, ist allerdings Eile geboten, denn der Lockdown droht. Kommen Sie der Ausrede, es nicht mehr geschafft zu haben, zuvor und rennen Sie uns heute und morgen und vielleicht noch übermorgen die Bude ein!

Selbstverständlich befolgen und bejahen wir alle Vorsichtsmassnahmen. Denn so sehr, wie Sie uns nicht verlieren möchten, wünschen auch wir, dass Sie innerlich und äusserlich wohlauf bleiben!
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"Espresso" von Felice Bruno
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Recyclierte Gleitschirme von "Frauen für Frauen"
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s Snüfs von Angela Spaeti
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Schönes von Benjamin Notter
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Filztiere
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handbemalte Weihnachtskugeln von Natalie Born
  • Die Raviolibar ist momentan ein Ladengeschäft (mit Bar): Für Kunst und Krempel und allerlei ausgefallene Dinge, die Ihnen die Geschenkenot zu retten imstande sind. Bei uns gibt’s jede Menge feinstes Zeug von Luzerner Künstler*innen, wochentags von 11.30 und Samstag von 9.00 Uhr bis jeweils 19 Uhr.

  • Wenn Sie schon wissen, was Sie möchten, dann versenden wir Bestellungen oder liefern sogar aus!

  • Die Ravioliplatte Nr. 1 "Memories are paid of this" bietet feinsten Hörstoff von allen Bands und Musiker*innen, die bisher in der Raviolibar auftraten. Der Solidarpreis beträgt 50 Sfr; der Gewinn fliesst in die Konzertkasse für die Zukunft! Versprochen! – Details zur Platte finden Sie im vorigen Newsletter.

  • Freddy, unser neuer Barkeeper und seines Zeichens gelernter Wiener Zuckerbäcker, hat ordentlich vorproduziert: An jedem Säckli allerfeinster Guetzli (für 9 Sfr) hängt ein Gutschein für einen Kaffee in der Bar, zum Soforttrinken oder Mitverschenken.

  • Auch für alte Tanten haben wir Erlösung parat: Ein Fläschchen "Schluckimpfung", ein Bio-Ingwerschnaps aus eigener Herstellung, hilft über manche Einsamkeit und Sehnsucht hinweg – und hält nebenbei enorm gesund!
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Schluckimpfung
Mehr will jetzt niemand mehr lesen; wir haben es alle eilig. Alles weitere live und in Farbe kurz vor der Zwangs- und Vernunftspause (jede Medaille hat ja zwei Seiten; betrachten Sie bitte diejenige, die uns allen nützt).

Die Raviolibar möchte vor allem DANKE sagen. Ohne Eure Treue und Freundschaft hätten wir jetzt nicht diesen grossen Grund, optimistisch zu sein, denn wir glauben fest daran, dass wir uns in bestgelaunter Fassung wiedersehen werden, an Ort und Stelle und vor allem mit einem MEGADURST!

Shut up, shut down, shaboogie … so heisst ein neues Lied von Canaille du Jour, das gerade telefonisch entsteht. Wir hören es uns dann live in der Bar an – und erinnern uns!

Memories are paid of this.
In Liebe
Eure Raviolibar
Fast hätten wir es vergessen:
Die Platten die schon nach dem letzten Newsletter bestellt wurden, sind abholbereit bei uns in der Bar. Sorry, aber vor lauter Umbauen Umstrukturieren, neue Weisungen lesen, kamen wir noch nicht dazu, diese auszuliefern.
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