Raviolibar

Liebe Gäste,
Wir melden uns zurück. Es gibt uns wieder, als kleines, gepflegtes Gastlokal mit geregelten Öffnungszeiten am mondänen Viktoriaplatz. Periodisch senden wir auch wieder digital-verbale Rauchzeichen. Der dumme Zufall wollte es, dass im Rahmen einer ausgedehnt diskutierten Umzugsaktion Richtung Wuppertal im Frühjahr mitunter auch unsere Schreibmaschine samt Maschinist abhandengekommen sind. In der Folge legte sich ein Schleier des Schweigens über bestimmte Kanäle der Raviolibar.

Nun sind wir fündig geworden und dürfen ab sofort auf die zuverlässigen Dienste eines günstigen Occasion-Schreibroboters zurückgreifen. So haben wir unsere Sprache wieder - wenn auch eine etwas andere, weniger episch und kunstvoll elaborierte - und erzählen mit ihr, über das was war (…richtig - wir verstehen uns nach wie vor als Kompetenzort der Vergangenheit), aber auch von dem, was alles noch kommt (…denn
sogar vor der Raviolibar macht die Zukunft nicht halt).

Happy New Year.

Das Jahr fing gut an - auf den Silvester folgte praktisch nahtlos die Fasnacht. Wir bedienten uns dem Fundus von 25 Ravioli-Jahren und dekorierten die Bar mit den darin gefundenen Masken. Jede dieser Maske erzählte eine eigene Geschichte und weckte Erinnerungen (die Vergangenheit eben…). Dass die Raviolibar an der Fasnacht, fernab vom Puls der Altstadt, auf Anhieb funktionierte, lag ja auf der Hand. Unvergesslich dabei die Jubiläumsparty am Fasnachts Samstag, und genauso unvergesslich, wie am Montagabend die „Schofseckle“ die Bude zum Beben brachte. Und beben soll die Raviolibar auch an der nächsten Fasnacht wieder, wenn uns die Zukunft einmal mehr einholt, und noch viele weitere Kleingruppen ihr Gastspiel geben werden.
Allerhand.

Fasn
Nach den Masken zierten dann bald schon die Plakate von Märt Infanger unsere Wände, und gewährten uns einen eindrücklichen Überblick auf das Schaffen dieses Künstlers.
Infange
Am 23. März feierten wir Geburtstag mit einer Ravioli-Disko. Unsere Stammgäste, DJ Some 1 und DJ Devil One legten auf, waren somit Garant, dass die grosszügigen DJ-Gagen in der Familie blieben und bescherten uns eine magische Jubiläumsnacht.
Geburi
Mitte April dann war’s im Rahmen des Fumettos der Räuber nach Robert Walser, ein wunderbares Buch von Tilo Steireif, welches den Barraum bespielte.
Raeuber
Die Fussball-WM bescherte der Raviolibar einen neuen Beamer, eine Ausstellung mit lauter Tschuttiheftlibilder, eine Doppeladleraffäre und die grosse Enttäuschung gegen
Schweden.
Tschuttiheftli
„Heite grob ma Tote aus“ - zeichenhaft, dass es gerade Voodoo Jürgens, ein Österreicher war, welcher uns die Fussballmonokultur versüsste. Dem Shootingstar der Wiener Indie Szene sei es zu verdanken, dass sich an diesem Abend Heimwehösterreicher und VBL-Passanten vor dem rammelvollen Lokal besonders
nahe kamen.

Aufgrund der guten Erfahrung dieses Abends wird die Kooperation mit der VBL bis auf Weiteres fortgesetzt. So soll auch unsere Luxus-Eichenbank auch den VBL-Gästen, welche auf die oft verspäteten Buse warten, weiterhin zur Verfügung stehen.
Juergens
Unerfreulich hingegen der Diebstahl unseres Zigarettenspenders. Dieser ist trotz zahlreichen Fahndungsanstrengungen und Aufrufen über Presse und Radio nicht mehr aufgetaucht. Somit posten wir hier nochmals das Fahndungsbild in der Hoffnung, auf sachdienliche Hinweise zu stossen und die Erfassung der Täter zu erwirken.
Zigi
Zu erwähnen sind hier auch weitere Konzertereignisse im Frühjahr und Frühsommer, he Three Chord Wonders von und mit Pep Torres, Heligonka, Pat Man Solo, Canaille du jour sowie Ron y Ruido, die neue Band von Pablo Haller und Christian Löffel, welche in der Raviolibar ihre Premiere feierte.
Konzerte
Genau diese ward dann am Freitag, den 24. August vorbei. Nach einem heissen Sommer sorgen wir nun für einen genauso heissen Herbst, welcher mit der Vernissage des Luzerner Künstlers Heinz Anderrüti (www.anderrueti.ch) bereits eingeläutet wurde.

Aber wie gesagt - auch die Zukunft macht nicht halt vor der Raviolibar. Am 27. September spielen „Langue Erotique“ und am 9. Oktober wartet schon die 2. Vernissage im 2. Ravioliherbst; diese dann von und mit Andreas Gefe.

Auch „Jolly & The Flytrap“ werden mit einem Ständchen aufwarten, nur weiss noch keiner wann genau. Im Laufe des Novembers verwandelt sich die Raviolibar wieder in einen Marktplatz. Aufs Neue soll reichlich „Kunst und Krempel“ präsentiert werden und wenn möglich auch die Hand wechseln. Wir freuen uns dabei jetzt schon auf eure Einreichungen.

So fällt in den Grün- und Parkflächen diesseits des Victoriaplatzes langsam das Laub von den Bäumen und uns kommt es vor, als sei die Ravioli Bar schon immer da gewesen. Sie hat ihren festen Platz in unserer kleinen schönen Stadt und wird von Gästen frequentiert, welche uns das Leben versüssen und verschönern.

So kommt vorbei, zum Apéro, zum Feierabendbier. Bleibt bis zum Türschluss und zelebriert mit uns die magischen Lebens-Momente.

Wir sind für euch da - wir sind füreinander da.

Die raviolibar GmbH
Barbara Bucher, Roger Duvoisin, Andreas Haas, Gabriele Sepulcri, Priska Zumstein
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